Der Schiedsrichter gewinnt immer!

Schiedsrichter zu sein bedeutet also wesentlich mehr als man auf den ersten Blick denkt. Unser Sport braucht Menschen, die es als ihre Aufgabe betrachten, mit Fairness und Verständnis aber auch mit der nötigen Konsequenz, Entscheidungen zu treffen, für die sie die volle Verantwortung übernehmen. Damit erweist man nicht nur dem Spiel einen großen Dienst, sondern auch sich selbst: Einerseits das regelmäßige Training für Körper, vor allem aber die persönliche Entwicklung.Und wenn man mal nicht pfeifen muss, geht man einfach kostenlos zu den Spielen der Fußball-Bundesliga.

Wie werde ich Schiedsrichter?

Informationen, die Ihnen helfen können.

Um Schiedsrichter im Berliner Fußball-Verband zu werden, sollte der/die Anwärter/in mindestens 14 Jahre alt sein. In Einzelfällen kann bei persönlicher Eignung dieses Mindestalter bis zu einem halben Jahr unterschritten werden.

Der Einsatz als Schiedsrichter/in an mindestens jeweils einem Tag des Wochenendes muss gewährleistet sein. Ohne diese Zusage wird die Ausbildung nicht durchgeführt.

Eine Ausbildung wird in vier regionalbezogenden Sportstätten durchgeführt und findet in der Regel zu Beginn des Jahres und einer jeden Saison statt. Neben diesen Lehrgängen werden bei Bedarf weitere Lehrgänge angeboten.

Zur Vorbereitung eines Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgangs besteht immer die Möglichkeit, als Gast eine Schiedsrichter-Lehrgemeinschaft zu besuchen. Hier kann der Schiedsrichter-Anwärter einen ersten Eindruck über die Anforderungen als Schiedsrichter erlangen und ggf. Fragen rund um das Schiedsrichterwesen stellen.

Die Ausbildung wird vom Schiedsrichter-Lehrstab des BFV organisiert und durchgeführt. Der Lehrgang umfasst rund 25 Stunden. In der Regel wird die Ausbildung an zwei Wochenenden und/oder fünf Tagen bei Kompakt-Lehrgängen in den Schulferien von Montag bis Freitag durchgeführt. Zusätzlich zu den einzelnen Terminen, bei denen Anwesenheitspflicht besteht, muss sich der Anwärter auf einer Online-Lernen-Plattform eigenständig Wissen aneignen. Auf diesem Portal wird der Schiedsrichter-Anwärter mit seiner privaten Mailadresse freigeschaltet. Die Möglichkeit das Onlineportal zu nutzen, besteht ab der Zulassung zum Schiedsrichter-Anwärterlehrgang, also bereits unmittelbar vor Beginn des Lehrganges.

Bei der Prüfung am Ende der Ausbildung ist sowohl ein schriftlicher Test (Beantwortung von Regelfragen) als auch ein sportlicher Test (Lauf: 1.400 Meter in 8 Minuten) abzulegen. Bei Nichtbestehen der Prüfung ist - abhängig vom Prüfungsergebnis - eine einmalige Chance zur Nachprüfung vorgesehen.

Nach bestandener Prüfung erfolgen die ersten Einsätze in der Regel im Jugendbereich (Kleinfeld). Dabei wird den neu ausgebildeten Schiedsrichtern ein erfahrener Schiedsrichter /in als Pate zur Seite gestellt, der bei den ersten Spielleitungen Hilfestellungen leistet. Bei Eignung kann auch ein Einsatz auf Großfeld, sowohl im Junioren- als auch im Herrenbereich erfolgen. Der neue Schiedsrichter wird zu seinen Spielen hauptsächlich in der Region seines Wohnortes angesetzt.

Um immer auf dem neusten Stand der Regeln zu sein, wird von jedem Schiedsrichter/in erwartet, dass er/sie sich regelmäßig weiterbildet. Dazu stehen die Abende in den Lehrgemeinschaften, die regelmäßige Nachbetreuung und gesonderte Veranstaltungen zur Verfügung.

Für die Ausbildung zum Schiedsrichter wird eine Gebühr in Höhe von 25,00 Euro erhoben. Diese wird jedoch von dem Verein übernommen, für den der Schiedsrichter-Anwärter nach seiner Ausbildung tätig wird. Die Bestätigung der Anmeldung des Vereins muss dem BFV vor Beginn der Teilnahme vorliegen.

  • Jeder Teilnehmer muss ein aktuelles Passfoto für seinen Schiedsrichter-Ausweis während des Lehrganges abgeben.

  • Anwärter ab dem vollendeten 18. Lebensjahr benötigen außerdem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Einen kostenbefreienden Vordruck können die Anwärter über ihren Verein bzw. nach erfolgter Anmeldung direkt vom Berliner Fußball-Verband auf Anfrage erhalten.

Die Anmeldung für einen Lehrgang erfolgt (ausschließlich über ihrem Verein) beim Berliner Fußball-Verband.

 

Und nun viel Spaß und Erfolg!